Das Portal für private Filmkritiken - unabhängig und realistisch.

Filmplakat zu Black Swan

Achtung: Diese Seite ist ein Museum!

von November 1999 bis zum Mai 2011 konnten hier private Filmkritiken erstellt und öffentlich zugänglich gemacht werden. Mittlerweile gibt es so viele gute Möglichkeiten, genau dies zu tun, dass die Seite überflüssig geworden und jetzt nur noch ein Museum ist. Das heißt:
Es können keine neuen Kritiken eingestellt werden und keine neuen Kommentare abgegeben werden.

Filmkritik zu "Black Swan"

"Black Swan"

Diese Filmkritik wurde am 04.02.2011 von Elle geschrieben

Die Bilder unterliegen dem Copyright von Twentieth Century Fox

Muss man nicht gesehen haben

Regie: Darren Aronofsky

Jahr: 2010

Szenenbild 1 zu Black Swan

 

Szenenbild 2 zu Black Swan

 

Szenenbild 3 zu Black Swan

Ultra-Kurz-Beschreibung

Eine Balletttänzerin, die an ihrer neu erworbenen Hauptrolle zerbricht und sich dabei völlig verliert.


Erwartungshaltung

Nachdem ich einige Kritiken gelesen habe, hatte ich mich dazu entschieden, Black Swan dann doch auf der Leinwand zu sehen. Die Basis des Filmes, also Ballett, hat mich nicht wirklich gereizt, aber ich bin grundsätzlich offen für Neues, und ich lasse mich gerne von Dingen, die ich vorher nicht besonders mochte oder gar großartig kannte, überzeugen. Die positiven Kritiken haben gerade auch das stark hervorgehoben Dass man den Film auch mit jeglichem Desinteresse am Ballett lieben wird. Meine Erwartungen waren also hoch.


Ergebnis

Tja..ehrlich gesagt, hat mich Black Swan doch stark enttäuscht. Mein Desinteresse an Ballett ist immer noch vollkommen in mir verankert. Ich weiß gar nicht, wie oft ich hätte die Hände über meinem Kopf zusammenschlagen können wie oft hätte ich am liebsten doch nur gelacht - nicht, weil es so unglaublich lustig war, sondern weil mich der Film zum Verzweifeln brachte, und ich jene nur mit einem Lachen überspielen konnte. Der Film war teilweise so lächerlich, teilweise so ernst, teilweise einfach nur stupide. Ich kann mir recht gut vorstellen, warum der Film für einen Oscar nominiert ist ich weiß ganz genau woher jene Nominierung kommt. Aber es zeigt mir deutlich, dass die Academy Awards krampfhaft versuchen, einen alternativen Film zu kröhnen, um Hollywood dann doch in einem anderen Licht darstehen zu lassen.


Highlights und Stärken

Positiv, ganz klar, Natalie Portman. Sie hat ihren Charakter wunderbar gespielt ich hab ihr alles abgekauft, was sie mir etliche Minute vorgespielt hat. Sie hat bewiesen, dass sie komplexe Persönlichkeiten wunderbar und mit einer Leichtigkeit spielen kann. Aber leider baut der Film zu sehr auf die Komplexität der Nina Sayers, welche aber nunmal nicht ausreicht, um einen Film glänzen zu lassen.


Schwächen und Fehler

Sex sells. Ich weiß. Aber man kann es auch übertreiben. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll...Filme, die mit stilistischen Mittel spielen sie immer mal wieder aufblitzen lassen und somit zum Denken anregen, sind toll! Aber Black Swan hat es übertrieben. Diese, ja wie soll man sagen, kleinen Hinweise, die man an Filme doch so sehr liebt, waren viel zu offensichtlich man wurde damit förmlich erschlagen. Schade. Der Film war deswegen schlichtweg Durchschnitt und nicht ansprechend, und schon gar nicht intelligent. Der Charakter Nina Sayers war unglaublich faszinierend, wurde aber durch das Drumherum einfach nur heruntergezogen. Und der viele Sex...mein Gott. Ich hab ja nichts gegen Sex, aber auch das war zu offensichtlich, ja sogar vorhersehbar. Der Film ließ mich weder verstört noch grübelnd zurück. Schade eigentlich. Und die versprochenen Horrorelemente hielten sich auch in Grenzen. Spannung? Nein, nicht wirklich. Das Ende? Es wurde zu sehr mit offenen Karten gespielt. Das Ende war nicht überraschend und auch nicht dramatisch, sondern eine Erlösung. Fein, man mag argumentieren, ich hätte den Film nicht verstanden, aber ich bin mal so egoistisch zu behaupten, dass ich ihn verstanden habe. Und um an dem Film doch noch ein gutes Haar zu lassen Sollten die Offensichtlichkeit mit all ihren übertriebenden Symbolen gewollt gewesen sein, dann Daumen hoch. Aber ansonsten...


Empfehlungen und Warnhinweise

Wer etwas Anspruchsvolles erwartet, wird enttäuscht. Black Swan ist nicht, wie versporchen, tiefgründig oder verstörend. Empfehlenswert für eine 10er Schulklasse mit Musikunterricht,sowohl für Oberstufe EnglishDeutsch LK, aber das war es dann auch schon.


Kommentare zu dieser Moviekritik:

Klick hier, um einen Kommentar zu dieser Moviekritik zu schreiben.

1. Mieses Kino-Erlebnis - geschrieben am 07.04.2011 von Danioel

Ich dachte leider schon nach ca. einer Viertelstunde im buchstäblich falschen Film zu sein. Der ganze Film hat mich nur genervt und mir einen Abend versaut.
Große schauspielerische Leistung der Überfliegerin Natalie Portman - aber leider überhaupt kein Film für mich.