Das Portal für private Filmkritiken - unabhängig und realistisch.

Filmplakat zu Fair Game

Achtung: Diese Seite ist ein Museum!

von November 1999 bis zum Mai 2011 konnten hier private Filmkritiken erstellt und öffentlich zugänglich gemacht werden. Mittlerweile gibt es so viele gute Möglichkeiten, genau dies zu tun, dass die Seite überflüssig geworden und jetzt nur noch ein Museum ist. Das heißt:
Es können keine neuen Kritiken eingestellt werden und keine neuen Kommentare abgegeben werden.

Filmkritik zu "Fair Game"

"Fair Game"

Diese Filmkritik wurde am 01.12.2010 von Daniel de West geschrieben

Die Bilder unterliegen dem Copyright von Tobis Film

Muss man nicht gesehen haben

Regie: Doug Liman

Jahr: 2010

Szenenbild 1 zu Fair Game

 

Szenenbild 2 zu Fair Game

 

Szenenbild 3 zu Fair Game

Ultra-Kurz-Beschreibung

CIA-Agentin wird von Kollegen absichtlich enttarnt, weil ihr Mann unangenehme Fragen stellt.


Erwartungshaltung

Der Film beruht auf einer wahren Geschichte, die sich erst vor wenigen Jahren zugetragen hat. Die Vorangaben versprechen einen spannenden Film, der sich kritisch mit der Bush-Administration und den Umständen auseinander setzt, die zum Angriff der USA auf den Irak geführt haben.


Ergebnis

Nach einer halben Stunde Einblick ins Agentenleben und die dahinter lauernden privaten Abgründe verliert der Film genau da an Fahrt, Spannung und allem anderen was ihn interessant machen könnte, als die eigentliche Story beginnt. Unglaubwürdige Darsteller und ein schlecht geschriebenes Drehbuch tun ihr übriges, um diesen Film schneller in der Versenkung verschwingen zu lassen, als es hätte sein müssen.


Highlights und Stärken

Der Film hat eine interessante Story, die leider nur in ein mittelmäßiges Drehbuch umgesetzt wurde. Was hätte es nicht für Möglichkeiten gegeben, hier eine Weiterentwicklung der Charaktere, sowie die Veränderung der Beziehung darzustellen und das ganze vor dem Hintergrund eines Geheimdienststoffes. Tja - Chance vertan.


Schwächen und Fehler

Der Film kratzt nur an der Oberfläche der Probleme. Die Tatsache, dass die Ehe der beiden bereits vor ihrer Enttarnung nur eine Farce war, wird nicht als Problem erkannt. Ebensowenig wie der übertriebene Patriotismus, der sich durch den ganzen Film hindurch zieht und die Art mit der die Protagonistin in menschenverachtender Weise Zivilisten für ihre Zwecke einsetzt. Die Tatsache, dass sich praktisch alle Dialoge mit den eigenen kleinen Kindern darauf erstrecken, dass sie doch bitte weggehen sollen ist da nur ein Indiz unter vielen. Der Film greift einfach zu wenig tief - wohl auch, um das Heimpublikum nicht zu verschrecken, das ja die Produktionskosten wieder einzahlen soll. Am Ende bleibt das Gefühl, dass sich hier eine durchaus wunderbar ans System angepasste Agentin einfach nur geärgert hat, dass sie nicht mehr mitspielen durfte. Und das ist dann doch ein bisschen dürftig.


Ähnliche Filme

Enttarnt


Empfehlungen und Warnhinweise

Kein Film, den man im Kino gesehen haben muss.


Kommentare zu dieser Moviekritik:

Zu dieser Moviekritik gibt es noch keinen Kommentar. Klick hier und du kannst einen Kommentar schreiben.