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Filmplakat zu Wall Street 2: Geld schläft nicht

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Filmkritik zu "Wall Street 2: Geld schläft nicht"

"Wall Street: Money Never Sleeps"

Diese Filmkritik wurde am 02.11.2010 von Daniel de West geschrieben

Die Bilder unterliegen dem Copyright von Twentieth Century Fox Film Corporation

Muss man nicht gesehen haben

Regie: Oliver Stone

Jahr: 2010

Szenenbild 1 zu Wall Street 2: Geld schläft nicht

 

Szenenbild 2 zu Wall Street 2: Geld schläft nicht

 

Szenenbild 3 zu Wall Street 2: Geld schläft nicht

Ultra-Kurz-Beschreibung

Salon-Linke Tochter eines kriminellen Brokers und Wall-Street-Schicki-Micki spielen Antikapitalismus.


Erwartungshaltung

Oliver Stone gilt als Teil des linken Gewissens der USA. Die Finanzkrise von 2008 bietet eine Steilvorlage für eine Kritik am Finanzsystem und die Möglichkeit eine Fortsetzung von Wall Street zu drehen den dafür geeigneten Rahmen. Man darf gespannt sein, was zu diesem Thema im Mainstream-Kino möglich ist.


Ergebnis

Gecko fragt seine Tochter in einer Szene, ob sie es nicht ironisch findet, dass sie sich ausgerechnet mit einem Wall Street Typen einlässt. Diese Frage ist symptomatisch für das Scheitern dieses Films, der trotz einiger guter Ansätze in sich viel zu unglaubwürdig ist. Was hier gezeigt wird ist Pseudobetroffenheit über die Auswüchse des Kapitalismus durch einen brokernden Loftbesitzer in Manhattan dem eine Zusicherung für 100 Millionen Dollar häufiger und schneller über die Lippen geht, als sie ein Normalsterblicher in seinem ganzen Leben verdient. Das nenne ich Ironie.


Highlights und Stärken

Die Rede von Gecko vor den Studierenden greift einige wichtige Themen schön griffig auf. Die Rolle des alternden Ex-Brokers wirkt als einzige in sich stimmig. Böse Charaktere zu dämonisieren ist sehr einfach. Sie verständlich und konsistent erscheinen zu lassen ist eine Kunst, die wenige Filmemacher beherrschen. Josh Brolins Charakter wird das Recht zugestanden und er füllt die Rolle gut aus.


Schwächen und Fehler

Tut mir leid, aber Shia LaBeouf wirkt in dem Film definitiv fehl am Platze und ist mit der Rolle total überfordert. Dies führt zusammen mit den Schwächen des Drehbuchs dazu, dass dieser Film eine Farce ist.


Empfehlungen und Warnhinweise

Es hätte so viel mehr werden können. Eine verschenkte Chance.


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